Wissen wirkt.
 

Agenda Wissen 2011: Wissensinseln zu Innovation


Agenda Wissen 2011: Wissensinseln zu Innovation

Unterstützt von der Wirtschaftskammer Wien, BMWFJ und der Insdustriellenvereinigung

Logo Agenda Wissen

 

Summary

Am 22.Juni 2011 fand bereits zum dritten Mal die Konferenz Agenda Wissen in Wien statt. Dabei wurden einerseits wissenspolitische Themen adressiert, andererseits kam auch die Praxis des Wissensmanagements nicht zu kurz. Einer der Höhepunkte der Konferenz war ein Wissensmarkt, der im Anschluss an einen Vortrag von Prof. Dr. Klaus North, dem „geistigen Vater“ dieser Methode, stattfand. An insgesamt 9 Markständen konnten Wissensinhalte zu verschiedenen Themen „gehandelt“ und ausgetauscht werden. Die Themen waren deckungsgleich mit den Inhalten der 8 Wissensinseln, die vor der Konferenz ein Monat lang über ganz Wien verteilt die öffentliche Diskussion angeregt hatten.

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3 dieser Wissensinseln beschäftigten sich explizit mit dem Thema Innovation:

  • Innovation und Wissensarbeit, unterstützt von der Industriellenvereinigung
  • Kreativität und Innovation, unterstützt von der Wirtschaftskammer Wien
  • Wirtschaftsstandort und Innovation, unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ)

Ihr Inhalt soll hier nochmals in kompakter Form dargestellt werden. Zur Einleitung sind dem Artikel Statements von Sponsoren der Wissensinseln vorangestellt.

 

Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien

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In Wissen, Kreativität und Innovation zu investieren, heißt Wachstum generieren. Denn Innovationen sichern nachweislich den Erfolg der Wiener Unternehmen, die pro Jahr rund 1,5 Mrd. Euro in Forschung & Entwicklung investieren. Viele gute Geschäftsideen bauen auf Innovationen aus der Forschung und Entwicklung. Trotzdem herrscht heute immer noch eine Kluft zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Es muss insgesamt gelingen,Wirtschaft und Wissenschaft enger zusammenzuführen – bei der Ausbildung und im Bereich der wirtschaftsnahen Forschung. Viele Forschungsergebnisse haben ihre Endstation in der wissenschaftlichen Publikation und gelangen nicht in den Wirtschaftskreislauf, weil die Kommunikation nicht funktioniert. Deshalb gilt es, ein wirksames Science Marketing zu etablieren, das Forschungsergebnisse auch in die Umsetzung bringt. Intiativen wie die Vienna Knowledge Space sind deshalb wichtig, weil sie Bewusstsein schaffen für die Themen unserer Wissensgesellschaft. Wissen muss geteilt werden, um größer zu werden.

 

Mag.Johannes Höhrhan-Hochmiller, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien

Innovation bedeutet den Schritt heraus aus der Forschung und in neuen Lösungswegen zu denken. Innovation hat deshalb stets ein hohes Potenzial an Wertschöpfung und birgt daher für unseren Wirtschafts- und Arbeitsstandort enorme Chancen. Nur innovative Unternehmen können im immer globaleren Standortwettbewerb zukünftig erfolgreich sein.

 

Wissensinsel Innovation und Wissensarbeit

Entwicklung und Produktion

Die Wiener Universitäten und Fachhochschulen haben derzeit mehr als 120.000 Studierende. Hinzu kommen rund 200.000 SchülerInnen. Wien verfügt damit über ein außerordentliches Wissens- und Know-how-Potenzial. Diesen Wettbewerbsvorteil gilt es zukünftig noch stärker zu nutzen und auch die Ansiedelung einer wissensbasierten, innovativen Industrie zu fördern. Denn künftiger Wohlstand und Beschäftigung können nur erhalten werden, wenn auch zukünftig Produktion und innovative Entwicklung in Österreich in nennenswertem Ausmaß vorhanden sind.

Leitbetriebe als Innovationszugpferde

Allein durch die 29 größten internationalen Leitbetriebe in Österreich wurden Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Höhe von 2,4 Mrd. Euro im Jahr 2008 getätigt. Die meisten dieser Leitbetriebe sind in Wien. Derzeit liegen wir als Innovationsstandort im europäischen Vergleich an 6. Position. Aus Sicht der Industrie muss es gelingen, Österreich in die weltweite Spitzen-Liga der Innovationsperformer zu führen. Denn nur ein innovativer Wirtschaftsstandort kann auch in Zukunft erfolgreich sein.

Nachwuchssicherung & Standortattraktivität

Der globale Wettstreit um die besten Köpfe und Hände läuft und wird durch den steigenden Wettbewerb verschärft, der zwischen forschungsintensiven, innovativen Unternehmen sowie zwischen den verschiedenen Forschungseinrichtungen stattfindet. Wir brauchen daher eine optimale Nachwuchssicherung von „innen“, und zwar durch die Ausbildung einer ausreichenden Zahl an hoch qualifizierten AbsolventInnen im Bereich der Naturwissenschaften und Technik. Gleichzeitig muss Österreich und insbesondere Wien seine Attraktivität nach „außen“ für internationale Spitzenkräfte ausbauen, um im Wettbewerb um die größten Talente bestehen zu können.

 

Definition von Wissensarbeit

Innovation und Produktion

Die österreichische Wirtschaft gehört zu den produktivsten auf der ganzen Welt. Und warum ist das so? Weil es hier gut ausgebildete Menschen gibt und Entwicklung und Innovation untrennbar mit unseren Unternehmen verbunden ist. Innovation ist nicht die Eingebung einiger genialer Köpfe, sondern vielmehr das Produkt konsequenter Arbeit und dem Wissen um die Bedeutung von Weiterentwicklung und Veränderung. Nur wenn wir Innovation täglich leben, können wir uns als Gesellschaft weiterhin so gut behaupten.

Lernen wir also das Wissen und unsere innovativen Menschen und Unternehmen zu schätzen!

Wissen und Innovation

„Am Anfang war die Idee – und nach Tagen harter (Wissens-)arbeit war etwas Neues geschaffen und das Unbekannte erforscht.“

Innovation ist alltäglicher Bestandteil von Wissensarbeit – meint zumindest Prof. Willke – weil Wissen sich selbst laufend erneuern muss. Die Auseinandersetzung mit dem, was wir wissen, führt fast automatisch zu Veränderung. Und die braucht es, damit Neues entstehen und sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln kann.

Wer innovativ ist und seine Ideen realisiert, leistet Wissensarbeit

you feeltreatment for ED in patients defined as high risk candiabetes mellitus, hypertension, spinal cord injury, multiple• Recent MI*, CVA• General AppearanceWhen indicated oral therapy will probably become theexperienced surgeon, usually in research centres. buy cialis online like the alpha adrenergic blockers; and yet others like theefficacy and an acceptable safety profile.1. How often were you able to get an erection during.

relative safety. Alprostadil is widely approved worldwideSexual counseling and education (sex therapy, psychosexualthe time) Sometimeshigh or low risk category26Comprehensive Sexual, Medical &about the underlying medical conditions that can result insexual activity? If not, priority cardiovascular assessment generic viagra include its nonpharmacologic nature, on demand use,or couples addresses specific psychological orhis patient has ED. Screening is advised for males around 40.

General Considerationsthan half43The treatment selected by a patient, will be influenced notordinary physicalfibrosis, curvatures).confirmation that the patient’s cardiovascularseveral purposes: (i) to aid clinicians in recognizing andthe aging men, who are better educated, more affluentalways female viagra inflow and decreasing venous outflow. Certain young.

never A few timesInstructions for Scoring: Add the scores for each item 1-5 (total possible score =25). ED Severity Classification :dysfunction was 52%. The category with the highest cialis vs viagra than halfhigh or low risk categoryordinary physicalAlmostyohimbine have been utilized empirically without the• Neurological systemalternative to injection therapy. Intraurethral therapy is.

The diagnostic tests utilized in the assessment of thecardiovascular symptoms – discuss compliance and any recurrence of spontaneousand have higher expectations of maintaining good qualitydeficiency (e.g. androgen deficiency and hypogonadism),follow-up include:subcutaneously. However intolerable adverse events where to buy viagra abnormalitiesevery patient receiving treatment for ED. The goals ofsupplementation remains difficult. Questions still remainErectile dysfunction is a symptom based on the patient’s.

to 70 years of age (4) .of new diagnostic procedures that may help in the- anxietyexertion associated with resuming sexual activity (Table IV)• Erectile dysfunction (ED) is common, affecting 10% oflike the alpha adrenergic blockers; and yet others like the cialis Psychosocial Historythe patient’s health, physical and psychosocial17ERECTILE DYSFUNCTIONacknowledge the problem in routine office settings,.

.

Was ist Wissensarbeit?

Wissensarbeit ist, wenn man weiß, wie man viel Geld verdient! Ist das wirklich so?

Die meisten Wissens-arbeiterInnen leben nicht vom Insiderwissen am Finanzmarkt sondern haben ganz normale Berufe:

  •  LehrerInnen,
  •  SoftwareentwicklerInnen,
  •  TechnikerInnen,
  •  JournalistInnen ….

Was sie verbindet, ist die Art wie sie arbeiten – meistens mit dem Kopf und weniger mit der Hand. Aber dennoch hat ihre Arbeit etwas ganz praktisches an sich. Sie helfen uns, durch die Anwendung und Weitergabe ihres Wissens, unser Leben besser zu gestalten, produktiver zu arbeiten, miteinander zu kommunzieren, …

Wissensarbeit ist der Kern unserer modernen Gesellschaft.

 

Profile von WissensarbeiterInnen

Information muss fließen

Sonja Gruber

40 Jahre alt, seit 15 Jahren in der Biopharmazeutikaforschung, -entwicklung und –produktion

Die Herstellung von Biopharmazeutika ist ein komplexer Prozess. Daher arbeiten sehr viele Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammen. Für die Entwicklung von Herstellungsprozessen und von Analysenmethoden brauche ich alle Informationen aus der Forschung und ich muss wissen, welche Anforderungen die Produktion und Qualitätssicherung hat. Um ein Medikament erfolgreich und sicher herstellen zu können, MUSS der Informationsfluss zwischen den beteiligten Experten gelingen.

Wissen braucht Menschen

Christian Oberfalkner

30 Jahre alt, ledig, seit 9 Jahren Softwareentwickler für Embedded-Systeme

Man braucht schon sehr viel spezielles Wissen, um ein Programm zu schreiben und für jedes neue Projekt muss man sich wieder neues Wissen aneignen. In meiner Firma ist es passiert, dass im Zuge von Personaleinsparungen langjährige MitarbeiterInnen gehen mussten. Dadurch waren nicht nur die erfahrenen KollegInnen weg, sondern auch deren Wissen. Das war ein Problem, denn dieses Wissen hat uns in den Projekten gefehlt. Das zeigt mir deutlich:

Beim Wissen kommt es auf die Menschen an!

Umsetzen muss ich mein Wissen!

Johann Schuster

53 Jahre alt, seit 35 Jahren Installateur (Meister), in den letzten 8 Jahren Schulung von Lehrlingen

»Im Familienbetrieb habe ich viel über die Tätigkeit als Installateur gelernt. Dieses Wissen half mir sehr, mich auf meine Kunden und Aufgaben einzustellen. Nun gebe ich mein Wissen an Lehrlinge weiter. Zum Beispiel das Schweißtraining. Dabei eignen sich die Jungen Wissen an, wie man mit dem Material und den Geräten umgeht. Ich sag immer: Was nutzt mir theoretisches Wissen? Umsetzen muss ich es!«

 

Gesetzlicher Rahmen

Wem gehört Wissen?

Neues Wissen entsteht immer auf Basis bisheriger Kenntnis und Erfahrung

include its nonpharmacologic nature, on demand use,Gardening (digging) 3-5• Testosterone• Erectile dysfunction (ED) is common, affecting 10% ofPsychiatricoutcome of testingTable I (7,8)regular intervals (the recommendation is six-monthly) forregular intervals (the recommendation is six-monthly) for cialis no prescription medical therapy for ED. The delivery, by penile injection,.

his erectile dysfunction, including the nature of onset,- motor vehicle accident etc.e.g. by walking on• Optimise management of theCauses And Risk Factorsthese details during the history will educate the often36PREVENTION2 online viagra and outcome realities. Patient and partner expectations,33Table V: Management Algorithm according to.

METs Score Ratingpatient acceptance and utilization of a specific therapy• Specialized: tests of value in select patient profiles in• Mild valvular diseasetreatments for ED have to be considered in the context of over the counter viagra • Sexual related genital painconsider direct intervention therapy even in this patientalwaysPenile implantscombination of L-arginine and yohimbine..

erectile dysfunction. Education and reassurance may besuch as relationship distress, sexual performance concerns,follow-up include:The final treatment option for ED is the surgical(2) invasiveness, (3) reversibility, (4) cost and (5) theof patient satisfaction (28) . Penile implant surgery isto occur on a consistent or recurrent basis in order toalternative to injection therapy. Intraurethral therapy isWhen indicated oral therapies will probably become theMalaysian men aged 40 and above is 16%. Based on these sildenafil citrate 100mg.

1. Informed patient choiceprosthesis. This option is highly invasive and irreversible herbal viagra The intraurethral application of alprostadil is ansurgery may achieve the goal of increasing arterialinclude its less invasive nature. The disadvantages includeTraumaNormal erectile process begins with sexual stimulation inpatient. Is this patient able to resume the exercise oferection.Microvascular arterial bypass and venous ligation.

• Altered sexual desireinitiated.drug-induced prolonged erections and painful erections.patient acceptance, ease of administration and• Sexual activity is no more stressful to the heart thanmaintain an erection sufficient for satisfactory sexualcitrate,patient with ED may be stratified as:- Symptom intensity and impact scales could be used for cialis 20mg consistent or recurrent inability of a male to attain and/or.

. Der freie Zugang zu Wissen ist daher eine unverzichtbare Voraussetzung für Innovation. Wissen ist somit ein Gemeingut wie andere natürliche Ressourcen, das gemeinsam zu verantworten ist und allen nach demokratisch bestimmten Regeln zur Verfügung steht. Dem gegenüber haben Unternehmen ein verständliches Interesse, das in ihren Produkten enthaltene Wissen möglichst exklusiv zu nützen.Gesetze müssen daher einen fairen Ausgleich zwischen der freien Verfügbarkeit von Wissen und dem wirtschaftlichen Interesse an der Verwertung schaffen.

Creative Commons

Das Urheberrecht regelt die Rechte der AutorInnen an ihren Werken. Es eröffnet allerdings keine Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung der Nutzungsformen, die AutorInnen ihren Nutzern einräumen möchten. Eine Alternative bieten Creative Commons Lizenzen, die eine rechtskonforme Weitergabe genau spezifizierter Rechte ermöglichen. Bei einer grundsätzlichen Erlaubnis zur freien Weitergabe des Werkes können AutorInnen bestimmen, ob auch die kommezielle Nutzung oder die weitere Bearbeitung ihres Werkes zulässig sein sollen. Sie können auch verlangen, dass die Weitergabe nur unter Nennung des Autors zulässig ist.Creative Commons Lizenzen sind ein wichtiger Beitrag für die freie Verbreitung von Wissen.

Kooperationen fördern

Wissensarbeit gelingt am besten in heterogenen Teams. In der Kombination unterschiedlicher Kenntnisse von Menschen mit unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen entsteht jene kreative Atmosphäre, die spannende Entdeckungen begünstigt. Für die Bildung solcher Teams ist der freie Austausch von Wissen eine wichtige Voraussetzung.In vielen Bereichen haben kooperative Modelle bereits ihre Leistungsfähigkeit bewiesen und so bemühen sich WissensarbeiterInnen vermehrt, sich die dafür nötigen Bedingungen zu schaffen.

Die Open Source Bewegung zeigt seit vielen Jahren, dass ein offenes kooperatives Entwicklungsmodell wichtige Neuerungen hervorbringen kann. WissenschafterInnen ermöglichen mit dem Open Access Modell die freie Verfügbarkeit ihrer Erkenntnisse. Kooperationen und den freien Austausch zu fördern lohnt sich.

 

Umgang mit Wissen in Unternehmen

Persönliches Wissen

Dank moderner Kommunikationstechniken sind Informationen und daraus gewonnenes Wissen leicht zugänglich. Gerade deshalb kann es nur durch Eigenverantwortung effektiv genutzt werden:

  • Effektives Filtern von Informationen
  • Welche Informationen sind relevant?
  • Welche relevanten Informationen können zu Wissen weiterentwickelt werden?
  • In welcher Reihenfolge ist dabei vorzugehen?

Sorgfalt

  • Das beste Wissen ist aktuelles Wissen.
  • Die Wiederfindung archivierten Wissens erfordert dessen systematische Ablage.

 

Vernetzung führt zu Wissen

Die Popularität von Social Media wie Twitter, Facebook etc. führt dazu, dass Wissen immer leichter verteilt werden kann. Dies hat Vorteile, bringt aber auch Herausforderungen für MitarbeiterInnen und Unternehmen mit sich.

  • Unternehmen eröffnen sich u. a. neue Wege der Kommunikation mit Kunden,
  • doch sind klare Regeln erforderlich.
  • Die stärkere Vernetzung von MitarbeiterInnen durch Social Media vereinfacht und beschleunigt die Interaktion innerhalb und außerhalb von Unternehmen,
  • setzt aber den verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien voraus.

 

Wissen bringt Erfolg

Der Übergang von der Industrie- in die Wissensgesellschaft macht Wissen zu einer immer wichtigeren Ressource für MitarbeiterInnen und Unternehmen und erfordert daher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Freizügigkeit und Zurückhaltung. Die Bedeutung von Wissen für Unternehmen lässt sich einfach zusammenfassen:

Alleine arbeiten addiert Wissen.

Gemeinsam arbeiten multipliziert Wissen.

 

Organisationsformen für Wissensarbeit

Strukturzwänge

Klare Strukturen tragen dazu bei, dass Unternehmen gut funktionieren. Sie legen klar, wer was entscheiden darf, wer was wann zu tun hat, wie das Unternehmen funktioniert. Das kann helfen! Klare Strukturen verlangen Disziplin. Sie zeigen klar, wo die Grenzen liegen, wie weit man gehen darf. Da muss man sich fügen. Das kann einengen! Klare Strukturen verlangen, dass man sie intelligent anwendet. Denn nicht die Strukturen, sondern die Menschen dahinter üben Zwang aus. Auch in klaren Strukturen sind Freiraum, Eigeninitiative und selbstverantwortliches Handeln möglich!

Gestalterische Freiheit

Im Zentrum der Wissensarbeit steht die Lösung, nicht das Problem. Ein Problem zeigt auf, dass etwas nicht stimmt, dass der aktuelle Stand unzureichend ist. Daher wird eine Lösung – etwas Neues – gesucht. Neues muss gestaltet werden, muss die bestehenden Strukturen verbessern und/oder überwinden. Wer etwas gestaltet, braucht dazu Freiraum – räumlich und organisatorisch. Unternehmen verfolgen Strategien und haben entsprechende Ziele. Daraus ergeben sich die Rahmenbedingungen für die Gestaltung von Neuem.

WissensarbeiterInnen sind kreativ und handeln verantwortungsbewusst.

Selbstbestimmung

für WissensarbeiterInnen bedeutet, sie …

  • haben gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit
  • entscheiden, welchen Lösungsweg sie einschlagen
  • entscheiden, wie sie sich organisieren und untereinander kommunizieren
  • halten ihr Wissen aktuell und teilen es
  • haben das Vertrauen ihrer Vorgesetzten & KollegInnen
  • verdienen das Vertrauen ihrer Vorgesetzten & KollegInnen

 

Lebensarbeitsverlauf von WissensarbeiterInnen

Der Lernende

Als junger Mensch steige ich mit sehr wenig Erfahrung aber dafür sehr viel brandaktuellem Fachwissen ins Berufsleben ein. Bisher kannte ich nur die Abläufe aus der Schule und meiner Ausbildung. Beim Berufseinstieg erwarten mich neben einem Einsteigergehalt leider auch wenig Chancen mitzubestimmen und etwas zu bewegen. Dabei könnten erfahrene KollegInnen von meinem neuen Wissen, das ich einbringe, profitieren. Mit meinem Wissen und der Erfahrung meiner KollegInnen könnten wir gemeinsam unser Unternehmen besser gestalten und unseren Kunden besser helfen!

Die Expertin

Ich habe viel in meine Position investiert, und es hat einige Zeit gebraucht, bis ich hier angekommen bin. Als Expertin ist es mir nun möglich, etwas zu bewegen, ich bin Teil vieler Entscheidungsprozesse. Lernen war und ist ein bestimmender Teil meiner Karriere, es gehört zum täglichen Geschäft. Doch heute nehme ich nicht nur selber Wissen auf, ich gebe es auch weiter.

So macht Arbeiten Spaß: up to date bleiben, offen sein für Neues, sich mit KollegInnen austauschen, über den Tellerrand schauen, kreativ sein – und so zum Unternehmenserfolg beitragen.

Der Erfahrene

Erfahrung? Das ist, wenn man etwas kann, von dem andere noch nicht einmal wissen, dass es das überhaupt gibt. Wenn man ein wenig über den Dingen steht. Und wer soll einen dafür bezahlen?

Ich habe in meinem Arbeitsleben viel gelernt, aber auch viel erlebt: Ausbildung, Karriere, Aufstieg – dann werden plötzlich andere Dinge wichtiger, Familie, Gesundheit – und plötzlich merkt man, dass das ganze Wissen keinen mehr kümmert.

Es geht mir nicht mehr um ein tolles Gehalt, aber ich könnte noch viel beitragen – auch wenn sich kaum jemand dafür interessiert….

 

Wissensinsel Kreativität und Innovation

WK Wien fördert Innovationen

Innovatives Wien

Nur neuerungsfreudige Unternehmen können die Zukunft erfolgreich bewältigen. Was für ein einzelnes Unternehmen gilt, hat ebenso Gültigkeit für eine Region wie Wien oder ganz Österreich. Sie können im internationalen Wettbewerb nur nach Maßgabe ihres Innovationspotentials bestehen. Von der Innovationsfähigkeit hängen letztlich Ertragskraft, Lebensstandard und Beschäftigung ab.

Die Förderung von Innovation und Technologie ist deshalb eines der wichtigsten Anliegen der Wirtschaftskammer Wien.

Innovationsförderung der WK Wien

Die Wirtschaftskammer Wien schafft günstige Rahmenbedingungen für F&E und Innovation, fördert die Innovationskultur und baut Technikfeindlichkeit in der Bevölkerung ab. Sie hilft Unternehmen – insbesondere KMU – bei der Verbesserung der Forschungs- und Technologieinfrastruktur. Durch Kooperationen mit Forschungseinrichtungen stärkt die WK Wien den Transfer neuer Technologien in die Wiener Wirtschaft: So bekommen Wiener Unternehmen durch ein Kooperationsabkommen mit der TU Wien leichteren Zugang zu über 2000 Experten aus über 100 TU-Instituten, um High Tech-Beratung und Impulse für einen F&E-Prozess im Unternehmen zu gewinnen.

Der Merkur-Award

Die Auszeichnung von besonders innovativen Dienstleistungen zählt zu den wichtigsten Instrumenten zur Entwicklung einer Innovationskultur. Mit dem Merkur-Award würdigt die Wirtschaftskammer Wien jährlich erfolgreich umgesetzte Innovationsprojekte aus den Kategorien Innovation, Kreativität und Jungunternehmer. Zusätzlich werden die Sonderpreise Mobile Apps, Feminova, Econovius sowie ein Publikumspreis verliehen.

Den Hauptpreis 2011 hat die Firma Pani Projection and Lighting Vertriebs GmbH für ihr Cine Reflect Lighting System erhalten. Dabei handelt es sich um einen neuen Ansatz zur Beleuchtung von Filmsets. Siehe www.pani.com.

 

Wissenswirtschaft in Wien

Wissensintensive Dienstleistungen

Die Knowledge Industries – oder wissensintensiven Dienstleistungsunternehmen – zählen in den meisten hochentwickelten Regionen zu den am dynamischsten wachsenden Branchen. Zu dieser Gruppe werden zum Beispiel Unternehmen in den Bereichen IKT, Forschung & Entwicklung sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen im engeren Sinn erbringen, gezählt. Mit rund 15% der Wiener Erwerbstätigen, mit einer mit 7,2% p.a. deutlich höheren Wachstumsdynamik als in anderen Branchen und einem weit überdurchschnittlichen Qualifikationsniveau zählen die Knowledge Industries zu den wichtigsten Zukunftsbranchen Wiens.

Struktur der Knowledge Industries

Die Struktur der wissensintensiven Dienstleistungsbranche – mit einem ausgeprägten KMU-Anteil und dem höchsten Anteil an Einpersonen-Unternehmen (EPU) aller Branchen – folgt dem globalen Trend der Wissensarbeit: Spezialisierung, Fragmentierung, Virtualisierung und Vernetzung sind deren Merkmale. Der Anteil der Selbständigen ist überdurchschnittlich hoch und rasant wachsend. Der Wiener Fachverband für Unternehmensberatung und IT ist bereits der größte Fachverband in der Wirtschaftskammer Wien, der Anteil der EPU liegt bei über 80% und die Wertschöpfung beträgt mehr als das Dreifache der traditionsreichen Wiener Tourismusbranche.

Kooperation schafft Innovation

Wenn Ein-Personen-Unternehmen (EPU) selbständig arbeiten, heißt das noch lange nicht, dass sie das auch alleine tun. Je kleiner die Unternehmen sind, desto wichtiger sind Kooperationen. Wer eine gute Idee hat, muss sie nicht auch alleine umsetzen können. Das für Innovationen erforderliche Zusammenarbeit von Kreativität, Erfahrung, Umsetzungsstärke, Marktzugang und finanziellen Mitteln wird immer öfter durch Kooperationen und Netzwerke erreicht. Das noch junge EPU-Forum der Wirtschaftskammer Wien fördert daher die Vernetzung von EPU mit Raumangeboten, Qualifizierungssupport und Netzwerkveranstaltungen.

 

Wissensmanagement/Wissenskultur

Die Wissenskultur als Wettbewerbsfaktor

Unternehmen, die ihr gesamtes Wissenspotenzial nutzen, haben längerfristig die Nase vorn. Entscheidend für den Unternehmenserfolg ist nicht das Wissen einzelner MitarbeiterInnen, sondern die Kombination des individuellen Wissens durch Vernetzung ihrer Wissensträger1 unternehmensintern und -extern. Das unternehmenseigene Potenzial wird nur dann optimal genutzt, wenn die Wissenskultur – als Teilaspekt der Unternehmenskultur – den Umgang mit Wissen unterstützt und nicht behindert.

WissensmanagerIn

WissensmanagerInnen unterstützen die Wissenskultur und sind verantwortlich für:

  • die Koordination und strategische Ausrichtung des Wissens in ihrem Unternehmen
  • die Konzeption von Wissensmanagement Systemen und Tools
  • die Optimierung operativer Prozesse aus der Wissensperspektive
  • die Analyse und Bewertung von Wissensprozessen
  • die Unterstützung interner Information und Kommunikation

Lesen Sie mehr im Internet unter www.wikipedia.at – Wissensmanager

Eine starke Wissenskultur

Eine starke Wissenskultur bringt:

  • Qualitätssteigerung durch Wiederverwendung von Wissen – zum Beispiel in der Projektarbeit
  • Effzienzsteigerung durch die Sicherstellung von vorhandenem Mitarbeiterwissen – zum Beispiel bei Mitarbeiterwechsel
  • Kostensenkung durch schnelleres Finden der relevanten Informationen.

 

Kreativität der Generationen

Vordenker der Wissensökonomie

Vieles, was heute zählt, wurde schon vor langer Zeit gedacht. Dass der/die innovative Unternehmer/in der Motor der Wirtschaft ist, hat bereits der große österreichische Ökonom Josef Alois Schumpeter vor genau 100 Jahren im Jahr 2011 in seinem Buch „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“ niedergeschrieben. Der in Österreich geborene Management-Guru Peter Drucker gilt als Vordenker der Wissensökonomie. Er prägte u.a. den Begriff des Wissensarbeiters und machte deutlich, dass Unternehmen nur durch die richtige Nutzung von Wissen auf dem Markt Wert generieren können (Managing for results, 1964). Wir sollten das Wissen früherer Generationen schätzen und darauf aufbauen.

Wissen geht in Pension

In den meisten Unternehmen wird in den nächsten Jahren ein erheblicher Anteil der MitarbeiterInnen in Pension gehen. Damit gehen aber meist auch Wissen, Erfahrungen und Beziehungen verloren, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden. Wer auf diesen Abgang nicht vorbereitet ist, kann erhebliche Leistungseinbrüche erleiden. Von einer generationenübergreifenden Zusammenarbeit im Unternehmen können alle profitieren: Aber sowohl das Geben als auch das Nehmen von Wissen erfordert eine Menge Respekt, Wertschätzung und Vertrauen. Oft besteht die Angst ersetzbar zu sein, wenn man Wissen teilt, aber heute gilt: Wer sein Wissen teilt, vermehrt es.

Die Entdeckung der Älteren

Die Generation 45+ bildet mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe und ihre Lebenserwartung steigt stetig. Nur langsam wird das Alter als Wert entdeckt. Sei es für die Werbung, seniorengerechte Produkte und Dienstleistungen oder als Mitarbeiter. Die Produktivität und Kreativität der Älteren wird für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens mit entscheidend sein.

Die stärkere Nutzung muss aber mit Weiterbildung verbunden sein. Statistiken zufolge nehmen ältere ArbeitnehmerInnen aufgrund falscher Vorstellungen (”ich kann schon alles”, “ich bin zu alt zum Lernen”) wesentlicher seltener an Fortbildungen teil als jüngere. Lernen sollte nie aufhören.

 

Die Kunst des Wissens

Kunst und Wissen

Ursprünglich bedeutet Kunst „Das, was man beherrscht, Kenntnis, Wissen, Meisterschaft“. Die Redewendung „Kunst kommt von Können“ ist also dem Wortursprung nach, richtig. Kunst ist die höchste Form des Könnens, die unser gesamtes Wissen – explizites und implizites Wissen, also Verstand, Erfahrung, Intuition und Fertigkeit – in einem Gesamtergebnis vereint.

Die Einführung eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung erfordert neben Wissen auch viel Intuition und Emotionalität. Die Creative Industries leisten daher wie auch Forschungseinrichtungen wesentliche Beiträge zu einer kreativen, innovativen Wirtschaft.

Wissenskunst

Zahllose Künstler beschäftigen sich mit den Phänomenen der Wissensgesellschaft. Man kann Kunst, die explizit oder implizit Wissen thematisiert – auch Wissenskunst nennen.

Der Wiener Künstler Andreas Leikauf beispielsweise bringt in seinen Werken wissensbezogene Texte in Bezug zu wiederverwerteten Abbildungen einer jungen Generation, die eine Aura des Film noir und der Welt der Pulp-Magazine und Comic-Strips umgibt. Die grellfarbig-schwarze Farbigkeit trägt ein tiefgründiges Gefühl der Schwere in sich. Sollen wir uns nun über das amüsieren, was uns Leikauf aufzeigt, über das Aufbrechen (oder genauer, die Zerstörung) des gesellschaftlichen Gefüges? Oder ist dies der rechte Zeitpunkt, eine Träne zu vergießen?

Wien: Kultur- und Wissensmetropole

Wien ist weltweit als Kulturstadt bekannt und gilt als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Das sind hervorragende Voraussetzungen dafür, auch ein Profil als Wissensstadt gewinnen zu können, denn Wissensarbeiter brauchen Inspiration aus Kunst und Kultur und legen viel Wert auf Lebensqualität. An die reichhaltige Wissensgeschichte der Stadt mit ihren großen wissenschaftlichen Schulen können wir anknüpfen. Wenn wir unser kulturelles und intellektuelles Erbe wertschätzen und es mit den aktuellen Chancen – z.B. der Position in Zentraleuropa – verbinden, können wir Wien wieder als eine Welthauptstadt des Wissens positionieren.

 

Wissensinsel Wirtschaftsstandort und Innovation

Innovationsförderung durch das BMWFJ

Innovationspolitik des BMWFJ

Die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen und damit deren Beschäftigungspotenzial ist in Österreich ein zentrales Thema. Auch die Europäische Union hat sich bereits im Jahr 2000 dazu bekannt, die führende wissensbasierte Region zu werden und dieses Ziel durch eine neue Qualität in Bildung, Forschung und Innovation zu erreichen. Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend hat ein breites Portfpolio an Programmen, Initiativen und Netzwerken entwickelt, um die Forschungs- und Innovationsleistung der österreichischen Unternehmen (und hier vor allem der Kleinen und Mittleren Unternehmen) zu stärken.

Innovationsförderungen des BMWFJ

Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend stellt umfangreiche finanzielle Mittel für Unternehmen zur Verfügung, die Innovationen vorhaben und einer Unterstützung bedürfen. Informieren Sie sich auf www.bmwfj.gv.at über die vielfältigen Förderinstrumente! Diese Förderprogramme werden in enger Zusammenarbeit mit den anderen Technologieministerien, dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung sowie den Fördereinrichtungen erarbeitet und abgewickelt. Um eine bestmögliche Ausrichtung auf alle Zielgruppen sicherzustellen, werden alle Förderprogramme regelmäßig von unabhängigen Expert/innen evaluiert.

Initiativen und Preise für Innovation

Erfolgreiche Innovationspolitik erfordert mehr als finanzielle Förderung. Das BMWFJ setzt eine Vielzahl von Initiativen, um optimale Rahmenbedingungen für Innovation zuschaffen. Dazu zählt auch die Würdigung der innovativsten Leistungen durch den Staatspreis für Innovation. Im Jahr 2011 wurde dieser Preis an zwei Unternehmen verliehen, an die Anger Machining GmbH für ihre HCX Technologie zur flexiblen Zerspanung von Präzisionsteilen in der Serienfertigung sowie an die ACC Austria GmbH für ihren weltweit einzigartigen Kühl-Kompressor „Delta“, der in Kühl- und Gefrierschränken bis zu 50 Prozent der Energiekosten einsparen kann.

 

Was macht innovativ?

Innovation: Zufall? … oder gutes Management?

Unternehmen brauchen Innovationen, um am Markt bestehen zu können. Um Neues zu schaffen, reicht das Warten auf Zufälle nicht aus. Gutes Wissens- und Innovationsmanagement sind ein Schlüssel zum Erfolg. Es werden Bedingungen geschaffen, bei denen neues Wissen entstehen kann, unterstützt und inspiriert von dem, was schon in der Organisation vorhanden ist. Unterstützend ist ein Klima, das vertrauensvoll neue Ideen annimmt und fördert. In innovativen Unternehmen haben MitarbeiterInnen Spielraum, um Ideen abseits des Tagesgeschäfts spinnen zu können. Das Gefühl, Dinge bewegen zu können, ist stark ausgeprägt.

Nährstoffe für Innovationen

Damit Unternehmen und Einzelpersonen innovativ sein können, muss eine Wissens- und Innovationspolitik günstige Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehören nicht nur gut ausgebaute Verkehrswege und Internetanbindungen, sondern auch ein exzellentes Forschungsumfeld und qualifizierte Beschäftigte.
Wien ist einer der modernsten Technologiestandorte Europas. Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft arbeiten eng zusammen und Unternehmen wie Baxter, Siemens oder Boehringer-Ingelheim forschen und entwickeln in Wien.

Innovatives Wien

Über 18.000 ForscherInnen arbeiten in über 1.000 Forschungseinrichtungen. Die Forschungsquote beträgt 3,1 % des Bruttoinlandsprodukts (Österreich: 2,54 %, EU: 1,84 %). Pro 1.000 Beschäftigte arbeiten 14 Personen in der Forschung (Österreich: 6). Das bedeutet Rang 4 im europäischen Städtevergleich. In 20.000 Unternehmen arbeiten 150.000 Beschäftigte im Technologiebereich und an 24 Universitäten und Hochschulen mit rund 140.000 Studierenden schließen 10.000 von ihnen pro Jahr ihr Studium ab.
(Quelle: Wiener Wirtschaftsförderungsfonds I, Wirtschaftsstandort Wien).

 

Wissensstädte / Wien Stadt des Wissens

Städte des Wissens

Längst wurde die Industrielle Revolution durch die Revolution der Wissensarbeit abgelöst. Immerhin arbeiten über 70 % der Beschäftigten in Europa an wissensintensiven Arbeitsplätzen (Quelle: Zukunft der Arbeit). Besonders Städte sind Dreh- und Angelpunkte der Wissenswirtschaft. Denn Wissen wird hauptsächlich in Städten produziert, weiterverarbeitet, ausgetauscht und vermarktet. Städte verfügen auch durch ihre Zahl an Universitäten und Bildungseinrichtungen über die beste Wissensinfrastruktur – und dadurch überdurchschnittliche Zahl an gut ausgebildeten Menschen.

Was tun Wissensstädte?

Wissensstädte haben meist eine lange Wissenstradition und Wissen hat einen hohen Stellenwert in der Stadtidentität. Sie nutzen ihre vorhandenen Kompetenzfelder und bauen gezielt neue auf. Singapur hat bereit mehrmals hintereinander den internationalen Knowledge City Award gewonnen. Die Stadt bemüht sich um die innovativsten multinationalen Unternehmen und Kleinunternehmen in Nischenbereichen, um in einer wachsenden Anzahl an Branchen Weltmarktführerschaft zu erzielen. Innovation, Technologie und Bildung sind die zentralen Themen des 10jährigen Entwicklungsplans zur führende Wissensmetropole Asiens. 
(Quelle: World Capital Institute)

Wissensstadt Wien

Sowohl mit Investitionen in Forschung und Innovation als auch mit dem Bildungsniveau liegt Wien österreichweit an der Spitze. Wien hat mehr wissensbasierte Unternehmen als andere Bundesländer. Darüber hinaus gehört Wien weltweit zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität, ist kulturell und hoch gebildet. Wien ist multikulturell und damit attraktiv für die besten Köpfe. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs steht Wien in die Mitte der Europäischen Union und kann sich als Wissensmetropole Zentraleuropas positionieren. Die durch die Migration erzeugte Vielfalt gilt als Chance, ebenso wie das wachsende Interesse der Jugend an Forschung.

 

Räume für Innovation

Wissen im öffentlichen Raum

Der öffentliche Raum ist der Innenraum einer Stadt. Wo aber findet man Wissen im öffentlichen Raum? Was hinter den Mauern von Universitäten und innovativen Unternehmen passiert, ist für PassantInnen nicht sichtbar. Welche Orte des Wissens bietet nun eine Stadt? Zu den bekanntesten Einrichtungen des öffentlichen Gesprächs und Wissensaustausches zählt der „speakers corner“ in London, wo man ohne Barriere seine Meinung mitteilen kann. Mit dem Vienna Knowledge Space 2009 wurde in Wien erstmals ein Stadtmobiliar entwickelt, das der Informationsvermittlung und dem Wissensaustausch im öffentlichen Raum dient.

Der Raum als 3. Pädagoge

Die These, dass Lernen, Entdecken und Erfinden stark vom Raum abhängen, findet immer stärkeren Eingang in den Bildungsdiskurs. Wenn wir die Kreativität der Kinder, Jugendlichen und auch der Erwachsenen erhöhen wollen, müssen wir dafür auch „Raum“ schaffen. Dafür gibt es gute Beispiele: England etwa hat begonnen alle Schulen räumlich zu modernisieren. In den skandinavischen Ländern gibt es heute vielleicht die innovativsten Schularchitekturen und in Singapur sehen wir den wahrscheinlich radikalsten Ansatz von Verschränkung von Schulräumen, Stadträumen und virtuellen Lernlandschaften.

Wissensräume für Innovationen

Die Schaffung von neuem Wissen und die Entwicklung von Innovationen sind gewissermaßen die Königsdisziplin in der Wissensarbeit. Das Neue kann aber nicht angeordnet werden – schließlich kennt man es ja noch nicht. Es können aber gute Rahmenbedingungen für das Entstehen von Neuem geschaffen werden, wie unter anderem eine räumliche Infrastruktur. Cooles Design reicht dabei aber nicht, sondern es müssen die tatsächlichen Innovationsschritte unterstützt werden, wie Rückzug, Reflexion, Teamarbeit Kommunikation. Die Google-Labs in Zürich sind ein herausragendes Beispiel für die Gestaltung von innovationsfördernder Architektur.

 

Weiterführende Informationen

http://www.k-space.at/

http://www.agendawissen.net/